Regio Viamala – Das unbekannte Juwel (von Flurin von Planta)
Vor einigen Wochen habe ich Bekannte aus Zürich an einem schönen Sonntag auf “Sightseeing-Tour” durch die Region geführt: Domleschg – Feldis – Heinzenberg – Viamala -Zillis – Splügen.
Obwohl meine Bekannten regelmässig durch den San Bernardino ins Tessin fahren und sich als kulturell interessiert und naturverbunden bezeichnen, hatten sie keine Ahnung davon, welche Naturschönheiten und Kulturgüter unsere Region beherbergt. Entsprechend waren sie am Abend begeistert von unserer Tour und der Region.
Was will ich damit sagen? Trotz aller Bemühungen unserer Tourismusverantwortlichen ist unsere Region nicht nur im fernen Ausland, sondern selbst bei regelmässigen Transitreisenden vielfach völlig unbekannt. Hier liegt ein grosses Potential brach, welches unbedingt besser ausgeschöpft werden sollte. Erste Anfänge sind sicher gemacht, aber es muss noch mehr getan werden.An Spitzentagen in den Sommerferien besuchen 3000 Peronen pro Tag die Viamala Raststätte Thusis und laufen dabei zwangsläufig an der Tourismus-Info-Ecke beim Eingang vorbei. Wie können diese motiviert werden, nicht nur einen Prospekt mitzunehmen und zu Hause wieder wegzuwerfen, sondern bei der nächsten Durchreise wirklich einen Stopp zu machen und sich etwas anzusehen? An welchen anderen Orten kann man die Gäste noch “abholen” ? Welche Infrastrukturanlagen sind nötig, wünschbar, machbar?
Ich weiss, dass an der Beantwortung dieser Fragen gearbeitet wird und ich möchte die Verantwortlichen ermutigen, ihre Bemühungen noch zu verstärken. Die A13, aber auch die RhB-Strecke ins Engadin sind unsere wirtschaftlichen Lebensadern. Ihre Existenz müssen wir nutzen, so wie wir ja auch ihre Nachteile in Kauf nehmen müssen. Voraussetzung dafür ist aber, dass ihre Benutzer uns zur Kenntnis nehmen. Die Juwelen unserer Landschaft und Kultur sind vorhanden. Wir müssen aber dafür sorgen, dass sie auch die notwendige Beachtung finden.

Neudorfstrasse 58 

Das unbekannte Juwel in dem wir wohnen ist umgeben von anderen bekannteren und unbekannteren Juwelen. Wie macht man aber ein Juwel bekannt, wenn es auf einem Haufen mit vielen anderen liegt, unseren Nachbarregionen, die ebenso schön sind?
Nun, unsere Region hat wirklich einen grossen Vorteil. Sie wird von einer viel befahrenen Transitachse durchquert. Aber eben: es ist eine Transitachse. Viele Gäste halten nur punktuell. In der Raststätte, in der Viamala, bei der Kirche Zillis. Touristisch gesehen sind dies absolute ‘Hotspots’! Nutzen wir diese genug? Können die Besucher der Kirche Zillis ein einheimisches Sandwich kaufen? Werden sie dort weitergeleitet und aufmerksam gemacht auf die Schönheiten unserer Region? Sollte der Tourismusecken in der Raststätte während der Hochsaison nicht personell betreut sein? Etc. etc. Diese Fragezeichen bestehen, da hat Flurin von Planta recht. Unsere Touristiker nutzen diese Felder zwar mit ihren Mitteln und wie die Zahlen belegen, mit Erfolg. Aber ihre personellen und finanziellen Ressourcen sind beschränkt.
Vielleicht braucht es hier unkonventionelle Ideen vor allem auch von seiten der Leistungsträger…
- Einen Ableger des ViamalaMarktes bei der Kirche Zillis?
- Ein begeisterter einheimischer Pensionär, der von den Hotels gemeinsam angestellt ist um im Tourismusecken der Raststätte für unsere Hotels zu werben?
- oder vielleicht auch nur das bewusste Zeigen unseres Juwelen unseren Freunden aus dem Unterland, so wie es Flurin von Planta gemacht hat.
Casper Nicca
12 09 2009 um 23:13
Moins
Ein kurzes Video(CD) unserer schönen, einmaligen Region wäre vielleicht eine Möglichkeit “unsere” Gegend bei Freunden u. Bekannten im In- u. Ausland “gluschtig” zu machen?!
Zwick Karl
12 02 2010 um 11:33