Ein besonderer Weg, neue Gäste zu gewinnen.
Graubünden wirkt offensichtlich anziehend.
Seit drei Jahren läuft die umfassende Tourismusreform im Kanton Graubünden. Das Ziel ist klar: Wir brauchen neue Gäste, um mehr touristische Wertschöpfung zu generieren und damit die heimische Wirtschaft nachhaltig zu stärken.
Der Weg zum Ziel ist ebenfalls klar. “Bündelung der Kräfte” heisst die Devise und eine starke Marke “Graubünden” soll die Vielfalt des Kantons einfach, klar und sympathisch transportieren. Soweit zur Theorie. In der Praxis zeichnet sich eine positive Entwicklung ab. Die getroffenen Massnahmen zeigen die angestrebte Wirkung. Und unerwartete Nebenwirkungen, wie folgendes Beispiel zeigt:
Bei der Gästeinformation Viamala meldet sich telefonisch eine Frau aus Deutschland. Sie hätte eine Plastiktasche von der Strasse aufgelesen. Das Sujet mit dem Schriftzug “Graubünden” hätte sie neugierig gemacht, wo dieses Graubünden denn zu finden sei. Da sie über keinen Internetanschluss verfüge, versuche sie per Telefon etwas herauszufinden. Sie interessiere sich inbesondere auch für Badeseen. In der Schweiz kenne sie immerhin den Bodensee.
Heute haben wir einen dicken Umschlag mit Informationen über Graubünden und über die Region Viamala per Post auf den Weg nach Erfurt geschickt. Und wer weiss, vielleicht treffen Sie ja im kommenden Sommer am Canovasee auf eine zufriedene Touristin aus Deutschland, welche nur deshalb die milde Domleschger Sonne geniessen kann, weil irgend jemand in Deutschland achtlos einen vermeintlich nutzlos gewordenen Plastiksack auf die Strasse geworfen hat.
Neudorfstrasse 58 
