Budget Rechner
Das Unternehmen beginnt zu Hause, und da ist jeder sein eigener Familienunternehmer. Gerade zum Jahresbeginn, stellt man sich da vielleicht die Frage, wie geht die Rechnung am Ende des Jahres auf. Im Tagesanzeiger von heute ist dazu ein interessanter Artikel erschienen, mit einem dazugehörigen Budget-Rechner. Der viamalaBlog hat für Sie diesen Budget-Rechner als Excel Tabelle hier>> zum Download bereitgestellt.
Die Budget-Vorlage ermöglicht die monatliche Übersicht über Einnahmen und Ausgaben. So können Abweichungen rasch korrigiert werden. Damit Sie Ihr nächstes Budgetziel einfach und sicher erreichen.
Die Anleitung:
Zunächst gilt es, zwei Jahresziele festzulegen:
- «Ziel Haushaltkonto»: Das sind liquide Mittel, die immer vorhanden sein sollten, um Engpässe zu vermeiden. Pro Person im Haushalt sind 3000 bis 5000 Franken einzusetzen, je nach dem, wie stabil Einnahmen und Ausgaben anfallen.
- «Sparziel ganzes Jahr»: Gemeint ist der Betrag, der bis Ende Jahr auf die Seite gelegt werden soll. Wie viel das sein sollte, ergibt sich idealerweise aus einer langfristigen Finanzplanung.
Nur grosse Positionen erfassen
- Einkommen: Die monatlichen Einnahmen für alle Partner, die den Haushalt finanzieren. Sind die Einnahmen nicht genau bekannt, sollten vorsichtige, aber realistische Annahmen getroffen werden. Wer vom Ersparten lebt, trägt die voraussichtlichen Kapitalbezüge als «Andere Einnahmen» ein.
- Wiederkehrende Ausgaben: Hier sind beispielsweise die monatlichen Ausgaben für Haushalt, Miete, Krankenkassen, Verkehr oder das Taschengeld der Kinder einzutragen.
- Einmalige Ausgaben und Anschaffungen: Hierher gehören Steuern, Ferien, die neue Stereo-Anlage oder der schnellere Computer. Je nach den finanziellen Verhältnissen benötigen sehr grosse Ausgaben eine Ansparphase, die sich sogar über mehrere Jahre hinziehen kann.
Monatliche Anpassungen
Beim besten Budget kommt es während des Jahres zu Abweichungen, neuen Projekten und Rückschlägen. Deshalb muss das Budget monatlich oder mindestens vierteljährlich nachgeführt werden.
Erst diese Anpassungen machen das starre Budget zum flexiblen Autopiloten. Die neue Flugrichtung schlägt sich in der Position «Variable Ausgaben pro Monat» nieder. Sie umfassen all die vielen kleineren Aufwendungen, die bisher nicht budgetiert wurden: Kinobesuche, Ausflüge, Geschenke, Essen im Restaurant und all die spontanen Einkäufe. Die variablen Ausgaben sind die Manövriermasse für den kommenden Monat. Wie viel erlaubt ist, berechnet der Computer so, dass alle anderen budgetierten Vorgaben eingehalten werden können.
Entscheidend sind die Veränderungen der variablen Ausgaben im Vergleich zum Vormonat: Wenn hier eine sinkende Tendenz festgestellt werden muss, lebt man über seine Verhältnisse. Auf die Länge darf dies nicht toleriert werden, sonst stehen die Jahresziele auf dem Spiel. In diesem Fall werden Sparmassnahmen nötig.
Damit es gar nicht erst so weit kommt, enthält das Budget-Tool des «Tages-Anzeigers» zwei Sicherungen:
- Die Warnung: «Fixkosten kürzen!» erscheint, wenn die Fixkosten mehr als 80 Prozent des Einkommens auffressen. Dann wirds eng für allfällige Sparmassnahmen, und für Unvorhergesehenes hats zu wenig Manövriermasse.
- Ausgabenbremse: Sie reduziert die variablen Ausgaben, so dass eine Reserve entsteht, die vor allem zu Beginn des Jahres, wenn noch Zeit zum Sparen vorhanden ist, wirksam ist. Sie kann individuell in fünf Stufen eingestellt werden, wobei 1 eine geringe, 5 die stärkste Wirkung entfaltet. Stufe 2 dürfte in den meisten Fällen ausreichen.
Auf Sparkurs schwenken
Um kleinere Budgetüberschreitungen zu korrigieren, reicht es oft, den Konsum konsequent auf preiswerte Angebote zu beschränken. Die zweite Sparstufe bringt Verzichte mit sich: Dann muss ein Kino- oder Theaterbesuch auf bessere Zeiten verschoben werden.
Wenn das Budget dennoch mehrere Monate angespannt bleibt, ist der Rotstift bei den Anschaffungen anzusetzen. Statt eines neuen Autos tut es oft auch eine günstigere Occasion. Ist eine Anschaffung schon dieses Jahr nötig, die Wohnung zu gross und teuer? Kommt ein 1.-Klass-Generalabo nicht einem Luxus gleich? Wäre es nicht günstiger, Ratenzahlungen oder einen Leasingvertrag mit einer Einmalzahlung auszulösen? Eventuell sind auch die Sparziele zu hoch angesetzt.
Lohnender Aufwand
Einen finanziell strapazierten Haushalt in Ordnung zu bringen, benötigt Zeit und oft viele kleine, individuelle Massnahmen. Deren Umsetzung setzt Selbstdisziplin und Geduld voraus; man sollte sich dabei nicht überfordern, denn sein Konsumverhalten zu ändern, ist nicht einfach.
Aber es lohnt sich: Hat man die Finanzen einmal im Griff, erlaubt einem das Budget, die variablen Ausgaben von Monat zu Monat zu steigern. Das kann richtig süchtig machen. Und am Schluss des Jahres seine Ziele zu erreichen – das garantiert ein Erfolgserlebnis.
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